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Tresor-Modul · Benutzeranleitung

Passwörter sicher speichern und gezielt teilen

Der Tresor ist ein Passwort-Manager, der in Deinem FreeScout wohnt. Der entscheidende Unterschied zu einer Notiz oder einer Tabelle: alles wird bereits in Deinem Browser verschlüsselt, bevor es zum Server geht, und dort erst wieder entschlüsselt. Auf dem Server liegen nur unlesbare Daten.

Das gilt auch für uns und für Deine Administratorin. Niemand mit Zugriff auf den Server oder die Datenbank kann Deine Einträge lesen. Das ist der Sinn der Sache — und es hat eine Kehrseite, die Du kennen solltest: es gibt niemanden, der Dir ein vergessenes Master-Passwort zurücksetzen kann. Deshalb der nächste Abschnitt.

Null Wissen des Servers über Deine Inhalte
13 Typen von Log-in bis WLAN
Verlauf jede Änderung bleibt wiederherstellbar
PIN-Link einzelne Einträge nach draussen geben

Den Tresor einrichten

Wenn Du Tresor in der Navigation das erste Mal öffnest, legst Du ein Master-Passwort fest. Aus diesem Passwort wird direkt in Deinem Browser der Schlüssel berechnet, mit dem Deine Einträge verschlüsselt werden. Das Master-Passwort selbst verlässt den Browser nie und wird nirgends gespeichert.

Drei Dinge in diesem einen Schritt entscheiden darüber, ob Du in zwei Jahren noch an Deine Daten kommst:

Ein starkes Master-PasswortMindestens zehn Zeichen. Es kann von niemandem zurückgesetzt werden — auch nicht von einer Administratorin, auch nicht von uns.
Den Wiederherstellungsschlüssel sichernEr wird genau einmal angezeigt. Er ist der einzige Weg zurück, wenn Du das Master-Passwort vergisst.
Das Notfall-Set ausdruckenDer Wiederherstellungsschlüssel in druckbarer Form, zum Aufbewahren an einem sicheren Ort — Tresor, Bankschliessfach, verschlossene Schublade.

Nimm Dir diese fünf Minuten wirklich. Ein Passwort-Manager ohne Notfallweg ist genau bis zu dem Tag bequem, an dem man ihn braucht.

Einträge anlegen und ordnen

Einträge legst Du in Ordnern ab, so wie Du es von Dateien kennst. Zusätzlich bekommt jeder Eintrag einen von dreizehn Typen — der Typ bestimmt, welche Felder Du zu sehen bekommst:

Log-in, Sichere Notiz, Karte, Identitätdie klassischen Grundtypen
SSH-Schlüssel, API-Zugangsdaten, Datenbank, Server, WLANfür technische Zugänge
Bankkonto, Krypto-Wallet, Softwarelizenzfür Finanz- und Lizenzdaten
Dokumentfrei formatierte Notizen, mit Anhang

Der Typ ist kein Selbstzweck. Bei einem SSH-Schlüssel willst Du Felder für Benutzer, Host und Passphrase, bei einer Kreditkarte Nummer, Ablaufdatum und Prüfziffer. Ein einziges Feld «Passwort» für alles führt dazu, dass die Hälfte der Angaben in der Notiz landet und niemand sie wiederfindet.

Passwörter erzeugen lassen

Bei einem Log-in-Eintrag steht ein Generator bereit. Du stellst Länge und Zeichensatz ein, und er erzeugt ein zufälliges Passwort.

Die Zufallszahlen kommen aus der kryptografischen Funktion Deines Browsers, nicht aus einer selbstgebauten Formel. Das ist der Unterschied zwischen einem Passwort, das zufällig aussieht, und einem, das zufällig ist.

Einmalpasswörter direkt im Tresor

Ein Log-in-Eintrag kann zusätzlich einen TOTP-Seed aufnehmen — den Wert also, den Dir eine Website beim Einrichten der Zwei-Faktor-Anmeldung als QR-Code oder Zeichenkette zeigt.

Der Tresor zeigt danach den aktuell gültigen sechsstelligen Code live an, mit eigenem Kopieren-Knopf. Es funktioniert wie eine Authenticator-App, liegt aber am selben Ort wie das Passwort dazu.

Verlauf und Papierkorb

Jede Änderung an einem Eintrag legt automatisch eine neue Fassung in seinem Verlauf ab. Du kannst jederzeit zu einer früheren zurück — nützlich, wenn ein Passwort geändert wurde, das alte aber noch irgendwo gebraucht wird.

Gelöschte Einträge landen zuerst im Papierkorb und sind von dort wiederherstellbar. Erst der zweite Schritt entfernt sie endgültig.

Gemeinsame Tresore

Neben Deinem persönlichen Tresor lassen sich gemeinsame anlegen — einer pro Kunde etwa, oder einer für die Server-Zugänge, die das ganze Team braucht. Mitglieder fügst Du gezielt hinzu, jedes mit einer von drei Rollen:

RolleWas sie darf
Besitzervollen Zugriff, und Mitglieder verwalten
Kann bearbeitenEinträge anlegen, ändern und löschen
Kann ansehennur lesen

Die Verschlüsselung bleibt dabei bestehen: der Schlüssel eines gemeinsamen Tresors wird für jedes Mitglied einzeln verpackt. Der Server sieht auch hier keine Inhalte, sondern nur, wer Mitglied ist.

Einen Eintrag nach draussen geben

Manchmal muss ein Zugang zu einer Person, die kein FreeScout hat — an eine Kundin, an einen externen Techniker. Dafür gibt es den Freigabe-Link für genau einen Eintrag.

Der Link ist durch eine separate sechsstellige PIN geschützt und läuft nach einer von Dir gewählten Frist ab. Die PIN solltest Du über einen anderen Kanal mitteilen als den Link selbst — den Link per E-Mail, die PIN per Telefon oder SMS. Stehen beide in derselben Nachricht, schützt die PIN nichts mehr; wer die Nachricht liest, hat beides.

Das Notfall-Set drucken

Auf der Seite mit dem Wiederherstellungsschlüssel kannst Du ein druckfertiges Notfall-Set erzeugen. Es ist bewusst Papier: ein Wiederherstellungsschlüssel, der als Datei auf demselben Rechner liegt wie der Browser, hilft nicht, wenn dieser Rechner das Problem ist.

Bewahre es dort auf, wo Du auch Verträge oder Ausweise aufbewahrst.

Gut zu wissen

Ein Neuladen der Seite sperrt den Tresor

Der Entschlüsselungs-Schlüssel liegt nur im Arbeitsspeicher Deines Browsers, nie auf der Festplatte. Deshalb musst Du nach jedem Neuladen das Master-Passwort erneut eingeben. Das ist keine Nachlässigkeit, sondern genau der Grund, warum ein gestohlener Rechner Deine Passwörter nicht hergibt.

Ein entferntes Mitglied verliert den Zugriff nicht sofort

Nimmst Du jemanden aus einem gemeinsamen Tresor heraus, bleibt dessen bereits im Browser zwischengespeicherter Zugriff bis zum nächsten Schlüsselwechsel bestehen. Der Schlüsselwechsel ist ein Schritt, den Du selbst auslöst.

Bei einem Austritt aus dem Unternehmen oder einem heiklen Tresor solltest Du ihn deshalb bewusst durchführen — und nicht davon ausgehen, dass das Entfernen des Mitglieds allein genügt.

Ein vergessenes Master-Passwort ist endgültig

Ohne Master-Passwort und ohne Wiederherstellungsschlüssel sind die Einträge nicht mehr zu öffnen. Es gibt keine Hintertür, keinen Administrator-Zugang und keinen Weg über uns. Das ist der Preis dafür, dass auch niemand sonst mitlesen kann.

Kommst Du damit nicht weiter? Support

Gut zu wissen

Häufige Fragen

Alles, was Du vor dem Kauf über unsere Module, Lizenzen, Updates und den Support wissen solltest.

Warum wird bei meinem gekauften FreeScout-Modul ein Ablaufdatum angezeigt?

Mit Deinem Kauf erhältst Du das Modul sowie zwölf Monate Support, Sicherheitsupdates und neue Funktionen. Das angezeigte Ablaufdatum bezieht sich auf diese enthaltenen Leistungen – nicht auf die grundsätzliche Nutzung des Moduls.

Was passiert, wenn meine Lizenz abläuft?

Dein bereits installiertes Modul läuft weiter. Nach Ablauf der Lizenz erhältst Du jedoch keine neuen Sicherheits- und Funktionsupdates mehr und kannst den enthaltenen Support nicht mehr nutzen.

Du entscheidest selbst, ob Du die Lizenz verlängern oder das Modul ohne weitere Updates auf eigene Verantwortung weiterverwenden möchtest.

Andere Anbieter versprechen lebenslange Updates. Warum ihr nicht?

Technologien, Sicherheitsanforderungen und Abhängigkeiten verändern sich laufend. Was heute zuverlässig funktioniert, kann morgen veraltet sein oder nicht mehr unterstützt werden. Gute Software benötigt deshalb kontinuierliche Pflege, Tests und Weiterentwicklung.

Statt Dich an ein dauerhaftes Abonnement zu binden, lassen wir Dir die Wahl: Du kannst Deine Lizenz verlängern oder das installierte Modul ohne weitere Updates auf eigene Verantwortung weiterverwenden.

Brauche ich euer LaStore-Modul?

Nein, aber das LaStore-Modul verbindet Deine FreeScout-Installation mit Deinen gekauften Modulen und bietet Dir mehrere Vorteile:

  • Installation mit einem Klick
  • automatische Erkennung verfügbarer Updates
  • einfache Aktualisierung direkt in FreeScout
  • Prüfung der Paketsignatur
  • Schutz vor unbemerkt veränderten oder manipulierten Modulpaketen

Unsere Module nutzen nicht den normalen Updateprozess, da er nicht sicher ist. Das LaStore-Modul prüft jedes unserer Module vor dem Update. Einem Angreifer ist es so nicht möglich, gefälschte und gefährliche Updates auszuliefern. Ohne dieses Modul liegt die Prüfung bei Dir und es ist ein manueller Prozess.

ohne LaStoremit LaStore, Autopilot ausmit LaStore, Autopilot ein
erfährt von neuen Fassungenneinja, täglichja, täglich
installiertvon Hand aus dem Portalauf Knopfdrucküber Nacht, ohne Zutun
geprüftvon Dir per shasum -a 256jaja
Bekomme ich wirklich den vollständigen Quellcode?

Ja. Unsere Module werden unter der AGPL-3.0-Lizenz bereitgestellt. Das ausgelieferte Modul enthält den vollständigen Quellcode, den Du einsehen und im Rahmen der Lizenzbedingungen anpassen kannst.

Auf wie vielen FreeScout-Installationen darf ich das Modul verwenden?

Eine Lizenz gilt für eine aktive FreeScout-Installation. Zusätzlich sind zwei kostenlose Serverumzüge enthalten.

Wird ein alter Server nicht mehr verwendet, gibt das System die zugehörige Aktivierung nach 90 Tagen automatisch frei. So wird eine nicht mehr erreichbare oder bereits gelöschte Installation nicht dauerhaft auf Deine Lizenz angerechnet.

Kann ich ein gekauftes Modul zurückgeben?

Du hast ein 14-tägiges Rückgaberecht. Dieses erlischt, sobald Du das Modul aktivierst – nicht bereits mit der Zustellung des Lizenzschlüssels.

Aktiviere das Modul deshalb erst, wenn Du Dich endgültig für die Nutzung entschieden hast. Für Verbraucher im EWR gelten ergänzend die gesetzlichen Bestimmungen zum Widerrufsrecht bei digitalen Inhalten.

Wer stellt mir die Rechnung aus?

Die Zahlungsabwicklung erfolgt über Paddle. Paddle tritt als Merchant of Record und damit als Verkäuferin auf. Deshalb erscheint Paddle als Rechnungsaussteller und möglicherweise auch als Zahlungsempfänger auf Deiner Kreditkarten- oder Kontoabrechnung.

Benötigt ein Modul weitere FreeScout-Module?

Das hängt vom jeweiligen Produkt ab. Einige Module funktionieren vollständig eigenständig und bieten zusätzliche Funktionen, wenn weitere Module vorhanden sind. Andere besitzen feste Abhängigkeiten.

Der Terminfinder benötigt beispielsweise zwingend das Calendar-Modul, da die verfügbaren Termine anhand der dort geführten Kalender berechnet werden.

Erforderliche und optionale Abhängigkeiten findest Du jeweils in der Produktbeschreibung.

Was kann ich tun, wenn etwas nicht funktioniert?

Wir prüfen unsere Module sorgfältig. Trotzdem kann es vorkommen, dass eine Funktion in einer bestimmten Umgebung nicht wie erwartet arbeitet.

Zu jedem Modul erhältst Du eine ausführliche Anleitung. Falls Du damit nicht weiterkommst, kannst Du ein Support-Ticket erstellen. Beschreibe darin kurz das Problem und die bereits durchgeführten Schritte – wir helfen Dir gerne weiter.

Weltweit sicher bezahlenDeine Zahlung wird sicher über Paddle abgewickelt. Du kannst weltweit und bequem in Deiner eigenen Währung bezahlen – inklusive ordnungsgemässer Rechnungsstellung.
Offen, prüfbar und anpassbarDank AGPL-3.0 erhältst Du den vollständigen Quellcode. Du kannst die Software prüfen, selbst anpassen und unabhängig weiterbetreiben.
Zwei Serverumzüge inklusiveDeine FreeScout-Installation zieht um? Du kannst Deine Lizenz bis zu zweimal kostenlos auf einen neuen Server übertragen und das Modul dort weiterverwenden.
Installieren und automatisch aktuell bleibenMit unserem LaStore-Modul für FreeScout installierst Du gekaufte Module bequem mit einem Klick. Verfügbare Updates werden automatisch geprüft und installiert.

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Beim Abspielen wird eine Verbindung zu YouTube aufgebaut.

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